Hans Küng

Hans Küng wurde am 19. März 1928 in Sursee, Kanton Luzern geboren. Erstudierte Philosophie und Theologie an der Universität Gregoriana in Rom, an der Sorbonne und am Institut Catholique in Paris. Von 1960 bis zu seiner Emeritierung 1996 war Küng Professor für Ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung an der Universität Tübingen. Er war Gastprofessor in New York, Basel, Chicago, Ann Arbor/Michigan und Houston/Texas. Ihm wurden zahlreiche Auszeichnungen sowie Ehrendoktorate verschiedener Universitäten verliehen. 1962 - 1965 war Hans Küng auf Ernennung durch Papst Johannes XXIII als offizieller theologischer Berater am Zweiten Vatikanischen Konzil tätig. Wegen seiner Infragestellung der Unfehlbarkeit des Papstes wurde ihm 1979 vom Vatikan die kirchliche Lehrbefugnis entzogen.


Seit 1995 ist Hans Küng Präsident der Stiftung Weltethos (Tübingen und Zürich). Er entwarf die »Erklärung zum Weltethos« des Parlaments der Weltreligionen 1993, sowie 1997 den Vorschlag des InterAction Council für eine "Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten". 2001 wurde Hans Küng zusammen mit Richard von Weizsäcker von damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan in eine Gruppe hochrangiger Persönlichkeiten berufen, die für die Vereinten Nationen das Manifest "Crossing the Divide. Dialogue among Civilizations" verfasste. Hans Küng ist darüber hinaus Mitherausgeber mehrerer Zeitschriften und Verfasser vieler Bücher wie z.B.:

Christentum und Weltreligionen (1984)
Projekt Weltethos (1990)
Das Judentum (1991)
Das Christentum (1994)
Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft (1997)
Spurensuche: Die Weltreligionen auf dem Weg (1999)
Der Islam (2004)
Erkämpfte Freiheit – Erinnerungen (2005)
Umstrittene Wahrheit – Erinnerungen ab 1968 (2007)